Orel Robert steht neben den Wurzeln eines Baumes, der fast das ganze Bild ausfüllt. In anderen Aufnahmen seiner Auswahl schaut eine Katze zur Kamera, öffnet sich eine Straße zwischen Gebäuden, laden eine Blüte und eine Eidechse zum näheren Hinsehen ein. Die Motive wechseln. Was sie verbindet, ist die Gewohnheit, innezuhalten, wenn etwas seine Aufmerksamkeit weckt – und manchmal so lange dabeizubleiben, bis das Bild Gestalt annimmt.
Orel teilt seine Fotografien unter dem Namen ORX Visuals. Er bezeichnet sich als begeisterten Amateur, arbeitet in einem anderen Bereich und fotografiert neben den Anforderungen seines Berufs. Zurzeit nutzt er ein iPhone 14 Pro. Seine fotografische Praxis entwickelt sich noch, mit Raum für verschiedene Motive und Sichtweisen.
Für die Baumaufnahme stellte Orel sein iPhone auf, richtete den Bildausschnitt ein und aktivierte den Selbstauslöser, bevor er ins Bild trat. Seine Anwesenheit macht die Größe des Baumes und seiner Wurzeln begreifbar. Es ist ein Selbstporträt, das vom Größenverhältnis zur Umgebung lebt.

Mit dem beginnen, was den Blick fängt
Orels Interesse begann damit, Momente, Details und Szenen in seiner Umgebung wahrzunehmen. Mit der Zeit wurde daraus eine kreative Leidenschaft und eine Möglichkeit, seine Sicht auf die Welt auszudrücken. Licht, Schatten, Farben, Menschen und Orte können ihm alle einen Anlass zum Fotografieren geben.
„Fotografie ist für mich eine Art zu sehen und ein Gefühl zu bewahren, nicht bloß aufzuzeichnen, was vor mir liegt.“
Er möchte, dass Betrachtende bei etwas verweilen, das sonst vielleicht unbemerkt bliebe. Die Reaktion darf klein sein: Neugier, ein kurzer Moment der Ruhe oder Aufmerksamkeit für das Detail, das zuerst seinen Blick gefangen hat.
Auf die Katze warten
Das Katzenfoto entstand, weil Orel sich Zeit nahm, eine kleine Bewegung zu beobachten. Ihm fiel auf, wie die Katze ihre Zunge zur Seite bewegte, und er wollte diesen Ausdruck festhalten. Er machte mehrere Aufnahmen, bis eine davon den gesuchten Moment traf.
Die Geste war spontan; sie zu erkennen und zu fotografieren erforderte Geduld. Für ihn zählt, dass ein kleiner Moment erhalten blieb, weil er lange genug hinsah.

Bei den Motiven offenbleiben
Orel möchte seine Fotografie nicht auf ein Genre beschränken. Unterschiedliche Motive auszuprobieren hilft ihm herauszufinden, was ihn anspricht. Während sich sein Stil entwickelt, experimentiert er auch mit Komposition, Licht und Stimmung.
Die fünf Bilder, die er für dieses Gespräch ausgewählt hat, zeigen diese Offenheit. Ein breiter Baumstamm und eine Reihe von Balkonen stehen neben Nahaufnahmen von Tieren und einer Blüte. Die Auswahl präsentiert kein abgeschlossenes Projekt, sondern verschiedene Stationen einer Praxis, die noch Gestalt annimmt.

Zeit finden, um weiterzuüben
Eine seiner größten Herausforderungen ist, neben Arbeit und anderen Verpflichtungen Raum für Fotografie zu schaffen. Sie ist seine persönliche Leidenschaft, und er lernt weiter, wann immer es möglich ist. Jedes Foto bietet eine neue Gelegenheit zum Üben und Experimentieren.
Vorerst arbeitet er mit dem Gerät, das ihm zur Verfügung steht. Kreativität und Beobachtung sind für ihn ebenso wichtig wie Ausrüstung. Mit dem iPhone entwickelt er seine Bilder weiter. So beschreibt er seinen eigenen Lernweg – nicht als Vorschrift dafür, was andere verwenden sollten.

Ein Portfolio, das sich weiter verändern darf
Orel möchte verschiedene fotografische Stile weiter erkunden und ein Portfolio aufbauen, das seine Entwicklung widerspiegelt. Er hofft auch, mit anderen kreativen Menschen in Kontakt zu kommen. ORX Visuals ist der Ort, an dem er diesen Prozess teilt.
Sein Ausgangspunkt ist zugänglich: ein Motiv, das Neugier weckt, ein vertrautes Gerät und Zeit, die sich im Alltag findet. Er entdeckt noch, welche Bilder sich am meisten nach ihm selbst anfühlen. Das nächste Foto ist eine weitere Gelegenheit, es herauszufinden.

Fragen zu Orels Fotografie
Welche Kamera verwendet Orel Robert?
Orel fotografiert nach eigener Aussage derzeit mit einem iPhone 14 Pro. Die hier gezeigten Arbeiten sind Digitalfotografien.
Ist Fotografie sein Hauptberuf?
Nein. Er arbeitet in einem anderen Bereich und entwickelt seine Fotografie als persönliche Leidenschaft neben Beruf und weiteren Verpflichtungen weiter.
Konzentriert er sich auf ein einziges Genre?
Er bleibt bei seinen Motiven offen und erkundet Kompositionen, Licht und Stimmungen, um herauszufinden, was ihn besonders anspricht.
Entdecke ORX Visuals, Orel Roberts Fotografie-Website, und folge ORX Visuals auf Instagram.
Weitere Gespräche über die Menschen und Erfahrungen hinter den Fotografien findest du in Developing Stories.
Fotografien und Interviewantworten: Orel Robert / ORX Visuals. Copyright © Orel Robert. Alle Rechte vorbehalten. Interview und Redaktion: Emiliano Vittoriosi, Berlin Photo Studio. Aus dem Englischen übersetzt.